Unfruchtbarkeit – In-vitro-Fertilisation – Fortpflanzung und Frauengesundheit

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Die Phasen der In-vitro-Fertilisation (IVF) bei Unfruchtbarkeit

10 März 2026 by novaart
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Unfruchtbarkeit, allgemein auch als Sterilität bezeichnet, ist eine Erkrankung, mit der Paare, die sich ein Kind wünschen, aus verschiedenen Gründen konfrontiert sein können. Unter den verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten gehört die In-vitro-Fertilisation (IVF) zu den am häufigsten bevorzugten Methoden von Paaren. In diesem Artikel betrachten wir die Phasen der IVF-Behandlung ausführlich und auf professionelle Weise.

Phasen der IVF-Behandlung bei Unfruchtbarkeit

1. Erste Untersuchung und Bewertung

Die erste Phase der IVF-Behandlung besteht aus einer umfassenden Untersuchung und Bewertung des Paares. In dieser Phase:

  • wird die medizinische Vorgeschichte des Paares überprüft,

  • werden frühere Behandlungen, Schwangerschaften, Fehlgeburten und Frühgeburten bewertet,

  • werden Ergebnisse früherer medizinischer Untersuchungen analysiert,

  • werden Blutproben sowohl von der Frau als auch vom Mann entnommen,

  • wird die ovarielle Reserve der Frau mittels Ultraschall untersucht,

  • wird beim männlichen Partner eine Samenanalyse (Spermiogramm) durchgeführt,

  • werden die Gebärmutterschleimhaut und die Form der Gebärmutter beurteilt,

  • werden bei Bedarf weiterführende Tests wie genetische Analysen und Gerinnungsstörungstests (Thrombophilie-Panel) durchgeführt.

Auf Grundlage dieser Untersuchungen wird der geeignetste Behandlungsplan für das Paar erstellt und die IVF-Behandlung eingeleitet.

2. Stimulation der Eierstöcke (Ovulationsinduktion)

Die Anfangsphase des Behandlungsprozesses, die als Ovulationsinduktion oder kontrollierte ovarielle Hyperstimulation (COH) bezeichnet wird, umfasst die Verabreichung hormoneller Medikamente in Form täglicher Injektionen, um die Eierstöcke zur Produktion mehrerer Eizellen anzuregen.

Diese Phase:

  • wird individuell entsprechend dem Alter der Frau und ihrer ovariellen Reserve angepasst,

  • beinhaltet speziell auf die Patientin abgestimmte Medikamententypen und Dosierungen,

  • verwendet Antagonisten-Injektionen, um einen vorzeitigen Eisprung zu verhindern.

Die Entwicklung der Eizellen dauert in der Regel zwischen 7 und 12 Tagen und wird während dieser Zeit regelmäßig mittels Ultraschall- und Blutuntersuchungen überwacht.

3. Eizellentnahme (Oocyte Pick-Up – OPU)

Die Eizellentnahme wird unter Anästhesie (Sedierung/Analgesie) und unter Ultraschallkontrolle über den vaginalen Zugang durchgeführt.

Während dieses Eingriffs:

  • wird eine dünne Nadel in die Eierstöcke eingeführt, um die Flüssigkeit aus den Follikeln (Eibläschen) abzusaugen,

  • werden die gewonnenen Eizellen in spezielle Röhrchen gegeben und im Labor für die Befruchtung vorbereitet.

Im gleichen Schritt wird auch eine Spermaprobe vom männlichen Partner entnommen.

Für die Spermaprobe wird dem Mann in der Regel empfohlen, 2 bis 4 Tage sexuelle Abstinenz einzuhalten.

4. Befruchtung mit der Mikroinjektionsmethode (ICSI)

Die entnommenen Eizellen werden am selben Tag im Labor mit den vom männlichen Partner gewonnenen Spermien mittels Intrazytoplasmatischer Spermieninjektion (ICSI) befruchtet.

Die ICSI-Methode umfasst:

  • das Injizieren einer einzelnen Samenzelle direkt in jede Eizelle unter dem Mikroskop,

  • die anschließende Kultivierung der befruchteten Eizellen (Embryonen) im Labor für 3 bis 5 Tage, um ihre Entwicklung zu ermöglichen.

5. Embryotransfer in die Gebärmutter

Der Embryotransfer gehört zu den letzten Phasen der IVF-Behandlung und umfasst das Einsetzen der befruchteten Embryonen in die Gebärmutter.

Während dieser Phase:

  • werden je nach Entwicklungsstadium Embryonen vom 3. oder 5. Tag ausgewählt,

  • werden die ausgewählten Embryonen mithilfe eines dünnen Katheters schmerzfrei in die Gebärmutter übertragen.

6. Schwangerschaftstest und Nachsorge

Nach dem Embryotransfer wird ein Schwangerschaftstest durchgeführt.

  • Bei einem Tag-3-Embryotransfer erfolgt der Test 12 Tage nach dem Eingriff.

  • Bei einem Tag-5-Embryotransfer erfolgt der Test 10 Tage nach dem Eingriff.

Ist das Testergebnis positiv, wird die Schwangerschaft mithilfe von Ultraschall- und Blutuntersuchungen überwacht, um einen gesunden Verlauf sicherzustellen. Fällt das Ergebnis negativ aus, wird ein neuer Behandlungsplan erstellt.

Für eine gesunde Schwangerschaft und eine erfolgreiche Geburt sind eine präzise Diagnose der Unfruchtbarkeit und ein geeigneter individueller Behandlungsplan entscheidend. Die IVF-Behandlung sollte individuell geplant und von einem erfahrenen medizinischen Team sorgfältig durchgeführt werden.

Das NOVAART IVF-Zentrum in Ankara bietet Paaren mit Unfruchtbarkeitsproblemen personalisierte Behandlungsmethoden unter der Leitung erfahrener IVF-Spezialisten und auf Grundlage der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Wenn Sie mehr über die IVF-Behandlung erfahren oder den Behandlungsprozess beginnen möchten, können Sie den ersten Schritt machen, indem Sie sich an einen Spezialisten wenden.

IVF-Erfolgsrate bei männlicher Unfruchtbarkeit

Männliche Unfruchtbarkeit ist für etwa die Hälfte der Schwierigkeiten verantwortlich, mit denen Paare bei der Empfängnis konfrontiert sind.

Typische Merkmale männlicher Unfruchtbarkeit sind:

  • niedrige Spermienzahl

  • schlechte Spermienqualität

  • unzureichende Spermienbeweglichkeit

In solchen Fällen stellt die IVF-Behandlung eine wichtige Lösung für Paare dar.

1. Spermienqualität und -zahl

Niedrige Spermienzahl:
Durch die ICSI-Technik können selbst Männer mit sehr niedriger Spermienzahl Eizellen erfolgreich befruchten.

Spermienqualität:
Eine höhere Spermienqualität erhöht die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Befruchtung und einer gesunden Embryonalentwicklung.

2. Alter und Gesundheit der Frau

Alter der Frau:
Das Alter der Frau beeinflusst direkt die Embryoqualität und die Implantationsrate. Jüngere Frauen haben in der Regel höhere Schwangerschaftschancen.

Allgemeiner Gesundheitszustand:
Der allgemeine Gesundheitszustand der Frau spielt im Behandlungsprozess eine wichtige Rolle. Eine gesunde Gebärmutterumgebung erhöht die Chance auf eine erfolgreiche Einnistung des Embryos.

3. Medizinische und technische Faktoren

Behandlungszentrum und Fachkompetenz:
Die Ausstattung der Kinderwunschklinik und die Erfahrung der Ärzte haben einen erheblichen Einfluss auf den Erfolg der IVF-Behandlung.

Behandlungsmethode:
Die eingesetzten Techniken und die technologische Infrastruktur können die Erfolgsraten erhöhen.

Insgesamt liegt die Erfolgsrate der IVF-Behandlung bei männlicher Unfruchtbarkeit zwischen 40 % und 50 %, abhängig von diesen Faktoren.

IVF-Erfolg bei ungeklärter Unfruchtbarkeit

Von ungeklärter Unfruchtbarkeit spricht man, wenn Paare trotz eines Jahres regelmäßigen ungeschützten Geschlechtsverkehrs keine Schwangerschaft erreichen und medizinische Untersuchungen keine erkennbare Ursache feststellen können.

In solchen Fällen bietet die IVF-Behandlung eine vielversprechende Lösung.

1. Alter der Frau

Jüngere Frauen:
Frauen unter 35 Jahren haben in der Regel höhere Erfolgsraten bei der IVF-Behandlung. In dieser Altersgruppe können Erfolgsraten bis zu 50 % erreichen.

Höheres Alter:
Bei Frauen über 35 Jahren sinken die Erfolgsraten mit zunehmendem Alter und liegen meist zwischen 20 % und 30 %.

2. Allgemeiner Gesundheitszustand

Gesunder Lebensstil:
Ein gesunder Lebensstil kann die Erfolgsrate der IVF-Behandlung erhöhen. Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und der Verzicht auf Rauchen und Alkohol sind wichtig.

Medizinische Vorgeschichte:
Die medizinische Vorgeschichte des Paares und frühere Behandlungserfahrungen können ebenfalls Einfluss auf die Erfolgsrate haben.

3. Behandlungszentrum und Fachkompetenz

Erfahrene Spezialisten:
IVF-Behandlungen, die von erfahrenen medizinischen Teams durchgeführt werden, erhöhen die Erfolgschancen erheblich.

Moderne Technologie:
Kliniken mit moderner Technologie und aktuellen wissenschaftlichen Methoden erzielen bessere Ergebnisse.

Die Erfolgsrate der IVF-Behandlung bei ungeklärter Unfruchtbarkeit liegt insgesamt zwischen 30 % und 50 %.

IVF-Behandlung bei sekundärer Unfruchtbarkeit

Die IVF-Behandlung bietet auch für Paare mit sekundärer Unfruchtbarkeit eine effektive Lösung.

Phasen der IVF-Behandlung bei sekundärer Unfruchtbarkeit

1. Bewertung und Planung

  • Analyse der medizinischen Vorgeschichte und früherer Schwangerschaften

  • Durchführung von Hormonuntersuchungen, Ultraschalluntersuchungen und Spermaanalysen

2. Stimulation der Eierstöcke

  • Verabreichung hormoneller Medikamente zur Stimulation der Eierstöcke

  • Überwachung der Eizellentwicklung durch Ultraschall- und Bluttests

3. Eizellentnahme (OPU)

  • Entnahme der Eizellen unter Anästhesie und Ultraschallkontrolle

4. Befruchtung und Embryonalentwicklung

  • Befruchtung mittels ICSI-Technik

  • Entwicklung der Embryonen im Labor

5. Embryotransfer

  • Übertragung der entwickelten Embryonen in die Gebärmutter

6. Schwangerschaftstest und Nachsorge

  • Durchführung eines Schwangerschaftstests nach dem Embryotransfer

  • Bei positivem Ergebnis wird die Schwangerschaft engmaschig überwacht

Erfolgsraten der IVF-Behandlung bei sekundärer Unfruchtbarkeit

Die Erfolgsraten der IVF-Behandlung bei Paaren mit sekundärer Unfruchtbarkeit sind in der Regel höher als bei primärer Unfruchtbarkeit.

Die Erfolgsrate hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Alter der Frau und ovarielle Reserve

  • Spermienqualität des männlichen Partners

  • Ausstattung und Expertise des Behandlungszentrums

  • angewandte Behandlungstechniken

Im Allgemeinen liegen die IVF-Erfolgsraten bei sekundärer Unfruchtbarkeit zwischen 40 % und 60 %.

Wenn Sie mehr Informationen erhalten oder unsere Spezialisten kontaktieren möchten, besuchen Sie bitte die NovaArt-Website.

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